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	<title>Karina Kunze.info - Freie Journalistin, Redakteurin, Presse und Öffentlichkeitsarbeit aus Magdeburg, Sachsen-Anhalt</title>
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		<title>&#8220;Alles Gift!&#8221;: Großer kabarettistischer Wurf der Kugelblitze</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 15:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Erwartungen waren schon ziemlich hoch, als ich am 12. Oktober zu den Kugelblitzen ging, um mir die Premiere ihres neuen Programms &#8220;Alles Gift!&#8221; zu sehen. Diese hohe Erwartung lag vor allem an Gastregisseur Lutz von Rosenberg Lipinsky, der zum ersten Mal mit den Kugelblitzen arbeitete. Schließlich ist er selbst Kabarettist mit großer Bühnenerfahrung. Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Erwartungen waren schon ziemlich hoch, als ich am 12. Oktober zu den Kugelblitzen ging, um mir die Premiere ihres neuen Programms &#8220;Alles Gift!&#8221; zu sehen. Diese hohe Erwartung lag vor allem an Gastregisseur Lutz von Rosenberg Lipinsky, der zum ersten Mal mit den Kugelblitzen arbeitete. Schließlich ist er selbst Kabarettist mit großer Bühnenerfahrung.<span id="more-411"></span><br />
Am Ende des Abends konnte ich guten Gewissens sagen: Meine Erwartungen wurden übertroffen. Mit &#8220;Alles Gift!&#8221; ist Sabine Münz, Lars Johansen und Ernst-Ulrich Kreschel ein ganz großer kabarettistischer Wurf gelungen. Mit unglaublich großer Spielfreude und einem Feuerwerk an Pointen ließen sie die zwei Stunden Programm wie im Fluge vergehen. Regisseur Lutz von Rosenberg Lipinsky ist das Kunststück gelungen, die Stärken der drei Protagonisten herauszukitzeln und trotzdem die Kugelblitze als gewachsenes Ensemble nicht zu verbiegen. Heraus kam ein Programm, dass eines der besten ist, was ich seit langem gesehen habe.</p>

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<p>Natürlich steht das Gift im Mittelpunkt des Programms &#8211; sowohl inhaltlich als auch in der Umsetzung. Denn nicht nur die Texte drehen sich um Gift &#8211; im Essen, in der Umgebung, in der Politik, &#8230; &#8211; auch versprühen die drei auf der Bühne immer wieder kleinere oder größere Dosen davon. Gegen sich selbst und auch gegen das Publikum &#8211; natürlich immer mit dem komödiantischen Augenzwinkern und zur Freude der Zuschauer. Da wird schon die Vorstellungsrunde, die das Programm einläutet, zur Freude, wenn Sabine Münz ihre zwei männlichen Mitstreiter als &#8220;Stoffwechselwunder und Frührentner&#8221; tituliert. Sabine Münz, die Quotenfrau des Ensembles, ist &#8211; wie schon in den voran gegangenen Programmen &#8211; der darstellerisch stärkste Part des Dreigestirns. Das zeigt sich natürlich vor allen in den musikalischen Teilen, die Lieder wurden ihr und ihrer Stimme auch dieses Mal von Komponist und Musiker Ernst-Ulrich Kreschel auf den Leib geschrieben. Doch auch ihre schauspielerische Leistung steht der gesanglichen in nichts nach. Sabine Münz ist extrem wandelbar, schlüpft in verschiedene Rollen, die sie alle gleich authentisch spielt. Wieder dabei ist natürlich das alte Ehepaar, bei dem sie als leicht Parkinson-geplagte alte Dame in diesem Programm gar nicht verstehen kann, warum sie plötzlich ihre gewohnten Tabletten nicht mehr bekommt und nicht einsehen will, warum sie sterben soll, nur um von der Krankenkasse geliebt zu werden. Und natürlich war Sabine Münz auch wieder in ihrer Paraderolle als Angela Merkel zu erleben. Dieses Mal am Grab des letzten Ministers, den sie unter die Erde gebracht hat: Ronald Pofalla. Auf diesem Friedhof der Politiker hat sie die Guttenberg-Gruft und den Stoiber-Stein eingerichtet, &#8220;und einen Komposthaufen für die Grünen&#8221;. Hier kriegt die Bundespolitik ihr kabarettistisches Fett weg &#8211; und dabei ist Sabine Münz eine ausgesprochen charmante &#8220;Mutti für alle&#8221;.<br />
Doch auch Lars Johansen (aus dessen Feder auch die Texte des Programms stammen) und Ernst-Ulrich Kreschel laufen in diesem Programm zu Höchstleistungen auf. Kreschel schlüpft, wie schon in früheren Programmen, wieder in die Rolle des ständig betrunkenen Bauern, der inzwischen keine Frau mehr sucht, sondern viel mehr unter der in der TV-Sendung gefundenen leidet und sie schließlich versehentlich(?!) mit dem Traktor meuchelt. Hier gibt es zwar kein großes Politkabarett, dafür aber bestens unterhaltende Comedy. Für die pointierte Politsatire ist Lars Johansen zuständig. Er erklärt anhand eines Apfels die Weltwirtschaft, mit dem &#8220;Schneewittchen&#8221;-Märchen das Internet und mit Hilfe von Darmwinden den Sinn oder Unsinn von CO2-Zertifikaten. In seinem Solo nimmt er die aktuellen Ereignisse der Landes- und Kommunalpolitik aufs Korn: Skimming in der Stadtsparkasse, das schlechteste Polizeirevier Deutschlands und nicht zuletzt den Streit ums Geld zwischen OB Trümper und Finanzminister Bullerjahn. Und das mit viel Witz und Tempo.<br />
Und als besonderes Schmankerl singen alle drei gemeinsam eine Moritat über Gammelfleisch &#8211; und das á cappella und mehrstimmig. Einer von vielen Höhepunkten dieses Programms, das man unbedingt gesehen haben sollte.</p>
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<p>Fotos/Video: Lars Frohmüller</p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine verrückte Komödie im Dunkeln</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 14:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit zehn Jahren ist die Villa in der Zollstraße nun schon das Domizil des Theaters an der Angel. Zehn Jahre, in denen das alte Gemäuer und das, was theatralisch in seinem Inneren geboten wird, in Magdeburg einen gewissen Kultstatus erlangt hat. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die „Angler“ Ines Lacroix und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren ist die Villa in der Zollstraße nun schon das Domizil des Theaters an der Angel. Zehn Jahre, in denen das alte Gemäuer und das, was theatralisch in seinem Inneren geboten wird, in Magdeburg einen gewissen Kultstatus erlangt hat.<span id="more-394"></span><br />
Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die „Angler“ Ines Lacroix und Matthias Engel ihr Sommertheater in diesem Jahr in dieser Villa spielen, da, wo sie zuhause sind. „Schön(er) Schein(en – Eine Komödie im Dunkeln“ heißt das Sommerstück nach Peter Shaffer, das noch bis zum 30. Juli zu sehen sein wird und das, wie so oft, schon mit allen Vorstellungen restlos ausverkauft ist. Denn das Theater an der Angel zu besuchen ist immer auch ein bisschen wie nach Hause kommen. Man kennt das Team, man kennt das Haus, man schätzt die Herzlichkeit der Angler und ist fasziniert vom maroden Charme des Hauses. Genau so und nicht anders will man es haben. Und man weiß, dass man immer etwas Besonderes zu erwarten hat, Theater ist hier anders als anderswo. Man ist als Zuschauer immer irgendwie Teil der Inszenierung.<br />
So ist es natürlich auch dieses Mal wieder. Schon eine Stunde, bevor im Inneren der Villa das eigentliche Stück beginnt, fängt draußen das Theater an. Wie man es von den „Anglern“ gewohnt ist, gibt es da nämlich bereits viele kleine Happenings in einer „Schönscheinwelt“ um das Haus herum. In einer nagelneu gebauten Orangerie mit weißem Sand und Sitzkissen gibt es Geschichten eines Wunderdoktors, am Rollebaum kann man singen, es gibt Fitness unterm Himmelszelt, Kunst entsteht im Atelier, man lernt etwas über Elektrizität und Anna Blume verkauft Kreuze und Engel.<br />
So ist man schon bester Laune, wenn zum eigentlichen Stück in den Zuschauersaal gebeten wird. Und das beginnt, wie man aus dem Titel schon erahnt, im Dunkeln. Nur schemenhaft sind weiße Gestalten auszumachen, der Magdeburger Theaterfreund erkennt aber allein an den Stimmen die Geschwister Wollner. Und es dauert auch nur Minuten, wenn Tobias zum ersten Mal an diesem Abend in die Klaviertasten greift und Tabeas markante Stimme ertönt. Und dann geht plötzlich das Licht an – und während die Zuschauer geblendet sind, dann aber endlich den Bühnenraum auch optisch erfassen, beginnt für die Darsteller die Zeit der Orientierungslosigkeit. Denn jetzt tappen sie im Dunkeln. Scheinbar. Oder vielleicht doch nicht? Denn eine alte Weisheit sagt: „Das Gesicht des Menschen erkennt du bei Licht, seinen Charakter im Dunkeln“. Und so folgen dem Kurzschluss jede Menge von Verwicklungen, Missverständnissen, Schrecksekunden, neuen und alten Liebeleien und am Ende natürlich ein Happy End. Dann ist auch das Licht wieder da – und der Zuschauer sitzt wieder im Dunkeln.<br />
Neben den Wollners spielen natürlich die Angler Ines Lacroix und Matthias Engel die Hauptrollen in dieser verrückten Komödie, die von Peter Wittig und Therese Thomaschke in Szene gesetzt wurde. Ebenfalls auf der Bühne Franziska Kriebisch, Beat Lacroix und Rainer Mette. Und sie reizen dabei den Spaßfaktor bis an die Grenzen des Klamauks aus. Da wird im scheinbar Dunkeln getastet, geschubst, geschlagen, gestolpert und geküsst – und das Publikum hat Spaß ohne Ende. Apropos Ende, dieses ist natürlich wieder eines nach Art des Hauses: Es wird gesungen. Natürlich im Dunkeln. Nur UV-Licht beleuchtet den Liedtext im Programmheft. Eine tolle Idee wie so viele an diesem Abend.<br />

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<a href='http://karina-kunze.info/theater/eine-verruckte-komodie-im-dunkeln/attachment/angel1' title='Angel1'><img width="150" height="150" src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2011/06/Angel1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Angel1" title="Angel1" /></a>
<br />
Fotos: Lars Frohmüller</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8230; und der Dom wird zur Märchenkulisse</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 10:44:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nicht vielen Theaterinszenierungen gelingt es, seine Zuschauer komplett in eine andere Welt, die Welt der Phantasie, zu entführen. Darum kann man einer Inszenierung wohl auch kaum ein größeres Kompliment machen als ihr zu bescheinigen, dass sie genau das geschafft hat. Zugegeben, ich bin kein großer Musical-Fan und ich bin einigermaßen kritisch in die Premiere von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht vielen Theaterinszenierungen gelingt es, seine Zuschauer komplett in eine andere Welt, die Welt der Phantasie, zu entführen. Darum kann man einer Inszenierung wohl auch kaum ein größeres Kompliment machen als ihr zu bescheinigen, dass sie genau das geschafft hat.<span id="more-385"></span><br />
Zugegeben, ich bin kein großer Musical-Fan und ich bin einigermaßen kritisch in die Premiere von „Disney’s Die Schöne und das Biest“ gegangen. Aber: Ebenso wie weitere rund 900 Zuschauer war ich nach knapp drei Stunden Open Air Märchen begeistert, fasziniert und verzaubert und spendete dem gesamten Team viel Beifall, Bravo-Rufe und Standing Ovations.<br />
Denn diese Inszenierung hat es tatsächlich geschafft, mich quasi hinein zu ziehen in die Welt des Märchens von Belle und dem verzauberten Prinzen. Natürlich ist die Geschichte sattsam bekannt, als Buch und als Disney-Film. Doch auf der zauberhaften Bühne mit einem großen, wunderbaren, spielfreudigen Ensemble unter freiem Himmel entfaltet die Geschichte einen ganz eigenen Reiz, dem man sich kaum entziehen kann. Und über allem der altehrwürdige Magdeburger Dom als Teil der Kulisse. Immer wieder wird er in das Lichtkonzept der Aufführung einbezogen, wird mal zum Teil des Biest-Schlosses, mal zum angsteinflößenden dunklen Wald.<br />
Überhaupt ist das Bühnenbild einer der vielen Stars der Inszenierung. Betritt man die Zuschauerränge und wirft den ersten Blick auf die transparente Konstruktion im Mittelpunkt der Bühne, so wirkt diese noch recht unspektakulär. Doch entfaltet sie ihren Zauber nach und nach, vor allem mit zunehmender Dunkelheit, wenn das Licht beginnt, eine tragende Rolle zu spielen. Dank einer Drehbühne wird in Sekunden das Schloss zur Dorfkulisse. Und immer wieder erhaben der Dom im Hintergrund.<br />
Diese märchenhafte Perfektion der Bühne von Christoph Weyers führt Karin Alberti in ihren Kostümen weiter. Sicher nicht immer sonderlich bequem für ihre Träger, so sind aber vor allem sie es, die die Illusion der märchenhaften Phantasiewelt so greifbar für die Zuschauer machen. Da flammt das Feuer aus den Händen des Monsieur Lumiére und Madame Kommode holt tatsächlich ein Kleid aus einer ihrer Schubladen&#8230; Die Liste ließe sich noch lang fortsetzen, von den Hauptdarstellern über die Balletttänzer und den Chor bis hin zur Statisterie, die Kostüme bestechen durch ihre Individualität, ihren Formenreichtum und die Liebe zum Detail.<br />
Doch was nutzt das schönste Kostüm, wenn es nicht mit Leben gefüllt ist? Alle Sparten des Theater Magdeburg sind in dieser Produktion vertreten, hauseigene Darsteller brillieren neben den Gaststars Leah Delos Santos (Belle, die Schöne) und Yngve Gasoy-Romdal (Biest). Allen voran Undine Dreißig als eine anrührende Madame Pottine, deren Titelsong „Die Schöne und das Biest“ zumindest mir eine Gänsehaut verursachte. Schauspieler Peter Wittig gab mit seinem unverwechselbaren Spiel zwischen Komik und Tragik Belles chaotischen Vater Maurice und Tenor Markus Liske die Standuhr von Unruh – wunderbar komödiantisch. Von den Gästen bleiben Thomas Wißmann als Lumiére, Bernd Julius Arends als Lefou und vor allem Alexander di Capri als Gaston in Erinnerung. Und natürlich waren Leah Delos Santos und Yngve Gasoy-Romdal in den Titelrollen die Stars des Abend.<br />
Doch eigentlich müsste jeder einzelne des über 100-köpfigen Ensembles namentlich genannt werden – das Musical ist eine runde und von Regisseurin Helga Wolf perfekt inszenierte Leistung aller Beteiligten. Dazu gehört natürlich auch das Orchester der Magdeburgischen Philharmonie unter Leitung von Rainer Roos.<br />
Will man das Haar in der Suppe suchen, dann findet man es, zumindest in der Premiere, an dem nicht immer harmonierenden Zusammenspiel von Orchester und Bühne. An der einen oder anderen Stelle lief die Musik aus dem Orchesterpavillon dem Gesang der Darsteller davon. Aber das sind Dinge, die sicher nach einigen Vorstellungen besser klappen und die den Gesamteindruck der Inszenierung nur ein winziges bisschen am Rande stören.<br />
Fazit: Mit dem Open Air von „Disney’s Die Schöne und das Biest“ führt das Theater Magdeburg seine Reihe erfolgreicher Musicals fort. Ein zauberhaftes Märchen, mit dem Jung und Alt aus dem Alltag in eine Welt der Phantasie entführt wird und von dem selbst ich als nur durchschnittlicher Musical-Fan sage: Das würde ich mir gern noch mal ansehen.<br />

<a href='http://karina-kunze.info/theater/und-der-dom-wird-zur-marchenkulisse/attachment/03_disneys_die_schoene_und_das_biest_c_nilz_boehme' title='03_Disneys_Die_Schoene_und_das_Biest_c_Nilz_Boehme'><img width="150" height="150" src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2011/06/03_Disneys_Die_Schoene_und_das_Biest_c_Nilz_Boehme-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="03_Disneys_Die_Schoene_und_das_Biest_c_Nilz_Boehme" title="03_Disneys_Die_Schoene_und_das_Biest_c_Nilz_Boehme" /></a>
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Fotos: Theater Magdeburg/Nilz Böhme</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Kultur gut stärken&#8221; &#8211; Theatermacher und Politiker diskutierten über das liebe Geld</title>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 17:03:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der 21. Mai wurde von der UNESCO zum Welttag der kulturellen Vielfalt auserkoren. In Deutschland wurde dieser Tag unter dem Motto „Kultur gut stärken“ begangen. Kulturschaffende und Kulturkonsumenten sollten an diesem Tag und am ganzen Wochenende ein Zeichen gegen Kulturabbau und für kulturelle Vielfalt setzen. So weit die Idee. An Magdeburg ging dieser Aktionstag weitestgehend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 21. Mai wurde von der UNESCO zum Welttag der kulturellen Vielfalt auserkoren. In Deutschland wurde dieser Tag unter dem Motto „Kultur gut stärken“ begangen. Kulturschaffende und Kulturkonsumenten sollten an diesem Tag und am ganzen Wochenende ein Zeichen gegen Kulturabbau und für kulturelle Vielfalt setzen. <span id="more-381"></span><br />
So weit die Idee. An Magdeburg ging dieser Aktionstag weitestgehend unbemerkt vorbei, es gab nur einige wenige Aktionen: „Kulturkomplizen gesucht“ von der lkj, eine „Erklärshow über Puppentheater“ in eben jenem und im Theater Magdeburg wurden kurzerhand die Veranstaltungen dieses Wochenendes, vor allem jene im Rahmen des Tanzfestes, mit dem Siegel „Kultur gut stärken“ im Spielplan versehen.<br />
Doch es gab auch eine Podiumsdiskussion zum Thema, mit Landes- und Stadtpolitikern und Theatermachern. Lag es am Thema (Theaterfinanzierung), an der Tageszeit (Sonntag, 11 Uhr), am Wetter oder einfach daran, dass diese Veranstaltung im Vorfeld kaum öffentlich beworben wurde – nur etwa 40 Zuschauer konnte Moderator Andreas Hillger, Kulturredakteur der Mitteldeutschen Zeitung, begrüßen. Darunter einige wenige Stadtpolitiker, viele Mitarbeiter des Theaters Magdeburg und Theaterenthusiasten, die wahrscheinlich oft genug von allein in den Spielplan des Hauses schauen, um zufällig über diese Diskussionsveranstaltung zu stolpern.<br />
Dabei war das Podium prominent besetzt mit Staatsminister Rainer Robra, Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper, den Theaterintendanten Karen Stone (Theater Magdeburg), Michael Kempchen (Puppentheater Magdeburg) und Dirk Löschner (Theater der Altmark) sowie Katrin Brademann vom Landeszentrum Spiel &#038; Theater als Vertreterin der Freien Theaterszene. Ohne Frage saß jeder der Genannten völlig zu Recht im Podium, doch für eine wirkliche Diskussion waren es einfach zu viele Teilnehmer. Moderator Andreas Hillger machte das Beste aus diesem Umstand und bot jeder und jedem ein wirkliches Podium, indem er auf den jeweiligen Befragten zugeschnittene Fragen stellte. So konnte jeder zumindest anreißen, was ihn bewegt. Und das war – natürlich – die Frage des Geldes. OB Trümper äußerte einmal mehr sein Unverständnis darüber, dass Halle drei Millionen mehr aus dem Theaterfördertopf des Landes bekommt als Magdeburg. Vor allem die Tarifaufwüchse im Öffentlichen Dienst seien es, ergänzt Karen Stone, die ein Theater selbst durch Rekordeinnahmen, wie sie ihr Haus eingefahren habe, nicht kompensieren könne. Theater müsse den Spagat schaffen zwischen publikumswirksamen Inszenierungen und der Förderung von Stücken, die es beim Publikum nicht so leicht haben. Und das ohne Kompromisse ans Niveau. Denn: „Das Niveau am Theater Magdeburg ist wesentlich besser als an privaten Theatern“, sagte Stone mit Blick vor allem auf Musicals. Auf diese Aussage gab es im Publikum teils Beifall, teils verständnisloses Kopfschütteln.<br />
Magdeburgs Puppentheaterchef Michael Kempchen brachte die Arbeit von Stadttheater auf den Punkt: „Stadttheater ist für die Menschen in der Region da, es muss deren Probleme kennen und verstehen.“ Doch Kempchen benannte auch die Probleme: „Sachsen-Anhalt ist ein Billiglohnland, dessen müssen wir uns auch als Theatermacher bewusst sein. Hier gibt kaum jemand 50-60 Euro für eine Opernkarte aus wie in manch anderen Bundesländern.“ Auch hier Beifall aus dem Publikum.<br />
Einig waren sich alle Theatermacher im Podium darüber, dass die Landesförderung für Kultur im Allgemeinen und Theater im Besonderen nicht weiter eingestampft werden darf, sondern im Gegenteil an die steigenden Kosten angepasst werden muss. Hoffnungen, wenn auch nur vorsichtige, richten sie auf den im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung angekündigten Kulturkonvent. Während Magdeburgs Kulturbeigeordneter Rüdiger Koch meint: „Auf so etwas warten die Kommunen schon lange“, sieht sein „Chef“, OB Trümper, den Kulturkonvent kritischer: „Mal sehen, was er am Ende wirklich bringt und vor allem, wie lange es dauert, bis man Ergebnisse sieht.“ Doch Staatsminister Rainer Robra weckt Optimismus: „Im nächsten Jahr stehen die neuen Theaterverträge an, bis dahin soll es Ergebnisse geben“. Man darf gespannt sein.<br />
Fazit: Eine interessante Veranstaltung mit engagierten, doch leider zu vielen Diskutanten auf dem Podium. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Diskussion auf die Magdeburger Theater zu beschränken, dann wäre neben der Frage nach dem Geld vielleicht auch noch Zeit geblieben, über Inhalte und Qualität von Theater in Magdeburg zu sprechen. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Witzig, herzlich, menschlich: „Songbankett im Elbflussbett“</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 15:41:09 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Besucht man das Theaterschiff Magdeburg, ist dies kein Theaterabend wie alle anderen. Reingehen, angucken und wieder nach Hause fahren gibt’s hier nicht, hier ist der Besuch ein abendfüllender Event, an dem Augen, Ohren und auch der Magen beteiligt sind. <span id="more-360"></span><br />
Denn zu einem Besuch auf der MS „Marco Polo“ gehört eine vierstündige Schiffsfahrt auf der Elbe ebenso wie ein Drei-Gänge-Menü von Smutje Thoralf Rosenthal und – natürlich – auch Theater. Das kommt von den Nachtschwärmern Ulrike Nocker, Matthias Krizek und Oliver Vogt. Seit knapp zwei Jahren gibt es das Projekt Theaterschiff, im vergangenen Herbst gab es dafür sogar schon den Tourismuspreis Sachsen-Anhalt und am 2. April ging die Premiere des inzwischen 5. Schiffsprogramms über die Planken. “Songbankett im Elbflussbett“ heißt es und die Nachtschwärmer haben es wieder geschafft, das Level der Vorgängerprogramme noch zu steigern. Die drei Künstler scheinen nun dort angekommen zu sein, wo sie mit dem Projekt Theaterschiff künstlerisch hin wollten. Sie haben ihren eigenen und unverwechselbaren Weg gefunden. Das wissen sie und das spürt man auch als Zuschauer. In jeder Nummer wird der Spaß deutlich, den die Künstler bei diesem Programm haben. Regisseur Knut Müller-Ehrecke hat in diesem Programm auf künstlerische Experimente verzichtet und arbeitet vor allem mit den Stärken der Protagonisten. Dadurch fällt jede Unsicherheit von vornherein weg, es bleibt der Spaß am Auftritt.<br />
Und so ist das „Songbankett im Elbflussbett“ auch noch musikalischer als seine Vorgänger. Wortbeiträge bleiben die Ausnahme. Diese übernimmt dann allen voran Matthias Krizek, so als Unsinn schwafelnder Politiker (Loriot lässt grüßen!) oder als Online-Junkie, der gemeinsam mit Ulrike Nocker Freud und Leid von Facebook auslotet. „Bevor ich morgens schnell bei Facebook reinguck, hab ich keine Ahnung, wie’s mir geht“ heißt dann auch folgerichtig das dazu passende Lied.<br />
Bei den Liedern gibt es auch in diesem Programm welche, denen auf bekannte Melodien ein neuer Text verpasst wurde. So betreiben die Nachtschwärmer mit einem Alphabet-Lied („Vogelhochzeit“) Eigenwerbung in amüsanter Form und aus „Hier kommt die Maus“ wird schon ganz zu Anfang, quasi als Entreé fürs Bankett „Wir laufen aus“. Und als „Rausschmeißer“ wurde das One-Hit-Wonder „Trio Rio“ bemüht und die Nachtschwärmer schmetterten gut gelaunt „New York, Rio, Magdeburg…“ Texte haben Kugelblitzin Sabine Münz und der Moderator und Autor Peter Hofmann beigesteuert.<br />
Ansonsten reichte das musikalische Repertoire von Angelika Mann („Versuch es doch mal mit Champagner“) über Hilde Knef („Das haut mich nicht um“) und Reinhard Mey („Annabelle“, „Schlacht am kalten Buffet“) bis zu Randy Crawford „Street Life“, aus dem bei Ulrike Nocker ein wunderbares „Leben“ wurde. Sowohl sie als auch Matthias Krizek konnten in ihren zahlreichen Soli stimmlich brillieren, musikalisch unterstützt von Oliver Vogt, der wie immer sämtliche Songs arrangierte. Doch auch er hielt sich mit Beiträgen nicht zurück und philosophierte mehrfach vor allem über das, was er jeden Tag erlebt: sein Leben als Pianist. Witzig, herzlich und sehr menschlich.</p>
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<br />
Fotos: Lars Frohmüller</p>]]></content:encoded>
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		<title>X-mas Special auf dem Theaterschiff:  Alles andere als besinnlich</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 09:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten – das Fest der Liebe und des Friedens. Zeit der Familie und der Besinnlichkeit … Soweit der schöne Traum! Die Realität sieht oft anders aus: Schon Wochen vor dem Fest kämpfen wir uns durch die Geschäfte, um verzweifelt Geschenke zu kaufen, die unsere Liebsten nach dem Fest dann doch nur schnellstmöglich wieder umtauschen. Der Weihnachtsbaum steht schief im Ständer und nadelt schon am Heiligabend, die Gans brennt an und zu allem Überfluss fallen dann auch noch die Schwiegereltern ein und wollen bedient werden…<span id="more-341"></span><br />
Es gibt einen Ort in Magdeburg, wo diese bittere Wahrheit auch mal ausgesprochen wird: auf dem Theaterschiff Magdeburg. Die Nachtschwärmer Ulrike Nocker, Matthias Krizek und Oliver Vogt präsentieren derzeit ihr 2. Theaterschiff-Weihnachtsspektakel und entzaubern dabei mit Charme, Humor und viel Musik den Mythos vom besinnlichen Fest.<br />
Dabei fängt alles ganz traditionell an: Die MS „Marco Polo“ ist weihnachtlich geschmückt mit Kerzen, Lichterketten und Seemanns-Weihnachtsbaum. Die Crew serviert ein traditionelles Weihnachtsmenü mit Ente, Rotkohl und Knödeln – gezaubert von Smutje Thoralf Rosenthal. Da kommt man ganz schnell in Weihnachtsstimmung, die selbst zu Beginn des Programms noch für einen winzigen Moment anhält , denn Nachtschwärmer besingen zunächst besinnlich „Weihnachten am Elbestrand“.<br />
Doch ganz plötzlich ist es vorbei mit der Weihnachtsruhe, ein Medley aus Beach Boys, Geier Sturzflug und anderen wenig weihnachtlichen Songs nimmt das Publikum schwungvoll mit in den realen Weihnachtsstress und in ein knapp zweistündiges schwungvolles und vor allem die Lachmuskeln strapazierendes (un-)weihnachtliches Programm.  Natürlich steht, wie von den Nachtschwärmern gewohnt, die Musik im Vordergrund. Eigene Texte wurden auf bekannte Melodien getextet, bereits vorhandene Texte wie Georg Kreislers „Ich hab ka Lust“ in einer Weihnachtsvariante wurden neu arrangiert und auf die Nachtschwärmer zugeschnitten.<br />
Doch auch in den Wortbeiträgen haben die drei Musiker in diesem Programm eine ordentliche Schippe drauf gelegt. Vor allem Matthias Krizek hat sich spielerisch im Vergleich zu früheren Programmen um vieles gesteigert und bringt den weihnachtsmüden Politiker ebenso überzeugend ans Publikum wie (gemeinsam mit Ulrike Nocker und Oli Vogt) Loriots rabenschwarzes „Advent“sgedicht. Selbst der „Mann am Klavier“ Oliver Vogt greift in diesem Programm mehr als sonst spielerisch ins geschehen ein. Hier macht sich die Handschrift von Regisseur Knut Müller-Ehrecke bemerkbar, der sowohl dem Programm den roten Faden und den straffen Ablauf als auch den Protagonisten das spielerische Handwerkszeug.<br />
Nicht nur Weihnachtstexte finden ihren Platz im Programm, auch hintergründige Satire klingt hier und da an. Da wird der „Belegschaft“ per Lautsprecher und Voicemail mitgeteilt, dass die Betriebsweihnachtsfeier stattfindet … am Ende scheitert sie an allzu übertriebenen Integrations- und Antidiskriminierungsversuchen, weil Ausländer, Nichtraucher, Raucher, Schwule, Lesben, Vegetarier, etc. ihre Rechte einfordern und die Dame vom Personalbüro in der Psychiatrie landet.<br />
Und auch zur „Ottostadt“-Kampagne haben die Nachtschwärmer einiges zu sagen. Otto wäre, so stellen sie fest, schließlich immer noch besser als Willi oder Kevin und finden am Ende sogar den einen oder anderen neuen Werbespruch für die Kampagne: „Magdeburg – das Otto unter die Kaiser“. Das Thema gehört zwar nicht wirklich zu Weihnachten, aber definitiv auch in ein künstlerisches Programm in Magdeburg. Die Texte stammen übrigens aus der Feder von Sabine Münz und Peter Hofmann.<br />
Die verbleibenden Termine für das „Xmas Special“ gibt’s auf www.theaterschiff-magdeburg.de</p>
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<br />
Fotos: Lars Frohmüller</p>]]></content:encoded>
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		<title>Sehens-, hörens- und liebenswert: Fräulein Schmidt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 20:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ist Fräulein Schmidt? Egal, welches Bild jetzt vor dem geistigen Auge auftauchen mag, es ist falsch! Fräulein Schmidt ist weder altjüngferliche Chefsekretärin noch mehrfach kopfgefärbte Nageldesignerin &#8230; und dann aber doch irgendwie von beidem ein bisschen und noch ganz viel dazwischen. Fräulein Schmidt ist eigentlich drei Menschen: MDR-Moderatorin Ilka Hein, Schauspielerin Sandra von Holn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist Fräulein Schmidt? Egal, welches Bild jetzt vor dem geistigen Auge auftauchen mag, es ist falsch! Fräulein Schmidt ist weder altjüngferliche Chefsekretärin noch mehrfach kopfgefärbte Nageldesignerin &#8230; und dann aber doch irgendwie von beidem ein bisschen und noch ganz viel dazwischen.<span id="more-332"></span><br />
Fräulein Schmidt ist eigentlich drei Menschen: MDR-Moderatorin Ilka Hein, Schauspielerin Sandra von Holn und Musiker Sebastian Undisz. Gemeinsam haben sie mit „Schmuddelig reloaded“ ein Programm auf die Bühne des Theaters in der Grünen Zitadelle (umgangssprachlich Hundertwasserhaus) gebracht, dass sich nicht so leicht in irgendeine Schublade stecken lässt. Liest man den Ankündigungstext auf der Homepage (www.fraeuleinschmidt.net), vermutet man Comedy. Sieht man die Fotos dazu, beschleicht einen der Verdacht, es sei Frauen-Kabarett mit reichlich Männerschelte. Sitzt man dann im Zuschauerraum und sieht das Programm, dann kann man wohltuend feststellen: Natürlich steckt ein bisschen von beidem drin und trotzdem ist es nichts von all dem.<br />
„Schmuddelig reloaded“ ist – und das muss man sagen dürfen – ein Programm vor allem für Frauen. Jedoch nicht, weil hier vielleicht das so genannte starke Geschlecht sein Fett weg bekommt, sondern weil sich wohl jede Frau mit dem, was dort auf der Bühne passiert, irgendwie identifizieren kann. Die Texte und die Lieder sind durch die Bank weg Eigenkreationen von Ilka Hein (Text) und Sebastian Undisz (Komposition). Und gerade weil in diesen Texten die fraulichen Gemütszustände, Wünsche, Sehnsüchte, Ärgernisse, die körperlichen UND seelischen Problemzonen sehr fein beobachtet und widergespiegelt werden, kann Frau im Publikum mehr als ein Mal zustimmend mit dem Kopf nicken. Wir alle kennen die Sucht nach Schokolade als Seelentröster, wir alle wünschen uns ein Navigerät, dass gleichzeitig unsere beste Freundin ist, wir alle waren schon mal unsterblich, wenn auch völlig hoffnungslos verliebt. Und wie gern stimmen wir zu, wenn Ilka Hein und Sandra von Holn singen: „Ich hasse Heidi Klum&#8230;“.<br />
Doch Fräulein Schmidt wären nicht Künstler, wenn sie nicht auf einige Dinge des Lebens ihre ganz eigene Sicht hätten und diese natürlich auch satirisch aufs Korn nehmen. Sie lassen sich aus über zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten von Intimwaschlotion, sie führen uns vor Augen, wohin eine Fernsehwahrsagerin einen treiben kann und sie zeigen uns eine ganz neue und edle Form der Bestattung von Ehemännern. Und, und, und&#8230;<br />
Fazit: „Schmuddelig reloaded“ nimmt auf unterhaltsame Weise viele Facetten eines (Frauen-)Lebens aufs Korn, mal satirisch, mal auch nachdenklich und sogar melancholisch, aber immer liebens-, sehens- und vor allem auch hörenswert. Das richtige Programm für einen schönen Abend  mit den besten Freundinnen. Termine gibt es unter www.fraeuleinschmidt.net.</p>

<a href='http://karina-kunze.info/kultur/sehens-horens-und-liebenswert-fraulein-schmidt/attachment/schmidtnetz5' title='Schmidtnetz5'><img width="150" height="150" src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/11/Schmidtnetz5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schmidtnetz5" title="Schmidtnetz5" /></a>
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		<title>Fräulein Schmidt: Liebe, Sex und Schokolade</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 20:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Fräulein Schmidt]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine lange Pause von gut zwei Jahren hat Fräulein Schmidt eingelegt seit ihrem Debütprogramm „Drama Baby“. Das war 2008 und erst jetzt steht Programm Nummer 2 ins Haus. Hauptgrund dafür war ein Wechsel im Ensemble. Ja richtig: Ensemble. Denn Fräulein Schmidt ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, eine einzelne Dame, sondern zwei. Eine der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine lange Pause von gut zwei Jahren hat Fräulein Schmidt eingelegt seit ihrem Debütprogramm „Drama Baby“. Das war 2008 und erst jetzt steht Programm Nummer 2 ins Haus. Hauptgrund dafür war ein Wechsel im Ensemble. <span id="more-325"></span><br />
Ja richtig: Ensemble. Denn Fräulein Schmidt ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, eine einzelne Dame, sondern zwei. Eine der beiden heißt Ilka Hein und ist Herz und Kopf von Fräulein Schmidt. Ihre Brötchen verdient sie als Moderatorin beim MDR-Hörfunk, die Kunst ist ihre Leidenschaft. Lehramt für Englisch und Musik hat sie ursprünglich studiert, später auch noch Gesang. Beim Radio hat Ilka Hein anfangs eher nebenbei gearbeitet. 2001 wurde es zu ihrem Hauptjob. Doch die Kunst hat sie nie losgelassen. Und so kam 2003 folgerichtig ihr erstes Soloprogramm heraus „Ich wär so gern ein Sexappeal“. Ein Jahr später sang und spielte sie u.a. mit Regina Thoss beim „Zickenkränzchen“ und 2005 folgte ein Loriot-Programm. Und dann 2008 eben Fräulein Schmidt. Dieses Frauen-Duo mit dem ungewöhnlichen Namen hat Ilka Hein gegründet &#8230; und jetzt wiederbelebt.<br />
<a href="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/09/Schmidt1.jpg"><img src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/09/Schmidt1.jpg" alt="" title="Schmidt" width="300" height="201" class="alignleft size-full wp-image-327" /></a><br />
Ihre neue Partnerin heißt Sandra von Holn, kommt aus Hannover, lebt und arbeitet aber jetzt in Leipzig. Dort studierte sie Tanz, Schauspiel und Gesang, außerdem noch Musical an der Stage School in Hamburg. Sie spielt, führt Regie und wie Ilka Hein präsentiert sie auch Soloprogramme aus der eigenen Feder.<br />
Jetzt machen die beiden also gemeinsame Sache und proben mit Hochdruck an ihrem Stück „Schmuddelig reloaded“. Premiere: am 7. Oktober im Theater in der Grünen Zitadelle. „Jede von uns ist ein eigener Mikrokosmos, mit zwar gleichem Hang zum Schöngesang (man hat es ja mal irgendwann studiert), doch sonst so unterschiedlich wie Schwarz und Weiß“, erzählt Ilka Hein. Wie sie sich gefunden haben? „Ich hab ein Casting gemacht“, lacht Ilka Hein: „Und es hat geklappt.“<br />
Das Programm, so verrät sie, ist irgendwie eine Mischung aus Comedy, Musik und Kabarett, jedoch gänzlich unpolitisch. Ein „Männerschelte-Programm“ soll es jedoch auch nicht werden. Eher eine Bestandsaufnahme des Frau-Seins mit Themen wie Schokolade, Liebe und (natürlich!) Sex. Mit leichten autobiografischen Zügen und auf hohem musikalischen Niveau, verspricht Ilka Hein. Dafür sorgt übrigens am Klavier Sebastian Undisz, der schon als musikalischer Leiter des Schauspiels Leipzig und zusammen mit Georgette Dee arbeitete. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Verdis „La Traviata“ mit starker Hale Soner am Opernhaus Magdeburg</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 20:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Guiseppe Verdi]]></category>
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		<category><![CDATA[Magdeburgische Philharmonie]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei große Gewinner gab es bei der Auftaktpremiere der neuen Spielzeit am Theater Magdeburg. Giuseppe Verdis „La Traviata“ stand auf dem Premierenplan, eine der Opern der Musikgeschichte, bei denen ein paar schamhaft verdrückte Tränchen am Ende nahezu garantiert sind. Doch zurück zu den Gewinnern des Abends: Da ist Hale Soner, die die Hauptpartie der Violetta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei große Gewinner gab es bei der Auftaktpremiere der neuen Spielzeit am Theater Magdeburg. Giuseppe Verdis „La Traviata“ stand auf dem Premierenplan, eine der Opern der Musikgeschichte, bei denen ein paar schamhaft verdrückte Tränchen am Ende nahezu garantiert sind.<span id="more-321"></span><br />
Doch zurück zu den Gewinnern des Abends: Da ist Hale Soner, die die Hauptpartie der Violetta Valéry zum Leben erweckt. Und das im allerbesten Sinne. Die Sopranistin spielt ihre Rolle nicht einfach, sie lebt sie. Und das stimmlich genauso wie schauspielerisch. Schon mit ihrem ersten Auftritt, als Violetta sich, obwohl schon von der Schwindsucht gezeichnet, ins Pariser Nachtleben wirft. Fast spürt man als Zuschauer selbst die Qualen der jungen Frau, die krampfhaft versucht, ihren schönen Schein zu wahren. Und auch sängerisch bleiben bei Hale Soners Partie keine Wünsche offen. Natürlich ist der Anspruch des Publikums vor allem bei den vielen bekannten Melodien der „La Traviata“ besonders hoch – Hale Soner erfüllt diesen Anspruch ohne Wenn und Aber. Gänsehautgefühl pur.<br />
Zweiter großer Gewinner des Abends ist die Magdeburgische Philharmonie. Unter der musikalischen Leitung von Michael Lloyd liefen die Musiker im Orchestergraben zur Hochform auf. Vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas zu laut im Zusammenspiel mit den Stimmen auf der Bühne.<br />
Diese Diskrepanz betraf vor allem (leider!) den jungen Tenor Ilja Werger in der Rolle des Alfredo. Er hatte einige Male Probleme, gegen die Musik anzusingen, so dass seine Stimme vor allem für die Zuschauer in den hinteren Reihen an diesen Stellen verloren ging. Beim Spiel verlor er eindeutig gegen seine Partnerin Hale Soner. Große Gefühle sehen anders aus. Bleibt zu hoffen, dass Ilja Werger in den Folgevorstellungen seinen gebremsten Charme ablegt, der möglicherweise auch aus der Aufregung seiner ersten großen Premiere resultierte.<br />
Insgesamt fehlt es der Inszenierung von Stephen Lawless ein wenig an Emotionalität und Leidenschaft. Der Funken des „fiebrig-heißen Pariser Lebensstils“, die der Regisseur selbst der Oper bescheinigt, sprang zumindest bei der Premiere noch nicht so richtig über. Die Voraussetzungen dafür, dass die Magdeburger „La Traviata“ im Laufe der folgenden Vorstellungen noch an Fahrt aufnimmt, sind jedoch bestens. Stephen Lawless inszenierte eine Traviata, wie man sie sehen will: in großer Kulisse und auch mal mit ein klein wenig Kitsch zuviel. Eine tolle Idee ist das Bühnenbild: Die Inszenierung spielt durchgängig in einer Art Gewächshaus, das jedoch sowohl innen wie außen ständig sein Erscheinungsbild und damit auch die Bühnenstimmung ändert. Überhaupt sind es die kleinen Bilder, die das Besondere ausmachen: Wenn etwa an den Kamelienbäumen die Blütenblätter zur Erde fallen, als Violetta endgültig begreift, dass sie streben wird. Oder wenn Violetta allein, kurz vor ihrem Tod, klagt, dass an ihrem Grab niemand um sie trauern wird und dabei die Bodendielen heraus reißt und sich damit quasi ihr eigenes Grab schafft. Gepaart mit der herausragenden Stimme und Spielfreude von Hale Soner ein durchaus empfehlenswerter Abend für Freunde schöner Opernmelodien und trauriger Geschichten.<br />
<a href="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/09/la_traviata8.jpg"><img src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/09/la_traviata8.jpg" alt="" title="la_traviata8" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-322" /></a><br />
Foto: Theater Magdeburg/Nilz Böhme</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen Piraterie und Besinnlichkeit: Die Nachtschwärmer als Sternenfischer auf der Suche nach dem Glück</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 15:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Theaterschiff Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Nocker]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sternenfischer &#8211; Kreuztonart auf Kaperfahrt“ ist der Titel des neuesten Programms der „Nachtschwärmer“ Ulrike Nocker, Matthias Krizek und Oliver Vogt auf dem Theaterschiff. Die Premiere ging am 12. August über die Schiffsplanken der „Marco Polo“. Und schon dieser Untertitel macht deutlich, was die Zuschauer erwartet: ein bisschen Illusion, ein bisschen Piraterie, ein bisschen Suche nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Sternenfischer &#8211; Kreuztonart auf Kaperfahrt“ ist der Titel des neuesten Programms der „Nachtschwärmer“ Ulrike Nocker, Matthias Krizek und Oliver Vogt auf dem Theaterschiff. Die Premiere ging am 12. August über die Schiffsplanken der „Marco Polo“. Und schon dieser Untertitel macht deutlich, was die Zuschauer erwartet: ein bisschen Illusion, ein bisschen Piraterie, ein bisschen Suche nach dem Glück und viel Musik.<span id="more-317"></span><a href="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/08/Sternenfischer1.jpg"><img src="http://karina-kunze.info/wp-content/uploads/2010/08/Sternenfischer1.jpg" alt="" title="Sternenfischer" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-319" /></a><br />
Eins vorweg: Dem Trio ist mit Unterstützung von Regisseur Knut Müller-Ehrecke und der „Textlieferanten“ Peter Hofmann und Sabine Münz ein stimmiger maritimer Abend gelungen.<br />
„Wer an diese Welt nicht mehr glaubt, muss sich andere Sterne suchen.“ Auf diese Suche nehmen die „Nachtschwärmer“ ihr Publikum mit. Und dabei machen die drei Künstler vor allem das, was sie am besten können: Musik. Es wird viel gesungen, vor allem der zweite Teil des Programms kommt nahezu gänzlich ohne Wortbeiträge aus. Das ist ein bisschen schade, denn im ersten Teil beweisen die drei durchaus schauspielerisches Potential. Und so war auch nicht zu Unrecht ein Wortbeitrag, bei dem die Nachtschwärmer zusammen mit der gesamten Crew und dem Publikum Zungenbrecher zum Besten geben, einer der Programmhöhepunkte, der mit viel Beifall bedacht wurde. Wünschenswert wäre, dass die „Nachtschwärmer“ noch das eine oder andere Mal das für sie sichere Terrain der Musik verlassen und mehr Mut zum Schauspielern haben. Denn immer, wenn sie diesen Mut aufgebracht haben, wurde es ihnen von den Zuschauern mit besonders viel Applaus gedankt. Ein Beispiel: Wenn Ulrike Nocker als völlig überdrehte „Dame“ singt und spielt(!) „Ich bin ein glücklicher Mensch“, ist auch dies einer der Programmhöhepunkte. Wenn sie dagegen die um vieles bekanntere „Seeräuber-Jenny“ aus der Dreigroschenoper singt, dabei aber völlig ohne Mimik und Gestik agiert, bleibt die Emotion doch etwas auf der Strecke. Wunderbar gesungen, doch hier fehlt das Spiel!<br />
Dabei haben die Nachtschwärmer an vielen anderen Stellen im Programm doch bewiesen, dass sie nicht nur singen, sondern eben auch spielen können. Und dass sie humoristische Talente haben: Matthias Krizek wird von Mozarts Vogelfänger zum Sternenfischer, Oliver Vogt zum James Bond, der als Klavierspieler ziemlich gefährlich lebt, Ulrike Nocker philosophiert sehr unterhaltsam über den Mann im Mond.<br />
Und doch hat das Programm auch leise, besinnliche und melancholische Momente. So singt Matthias Krizek von der Sehnsucht nach der Kindheit und wenn sich die drei Künstler gleich zu Beginn des Abends auf die Suche nach den Sternen begeben, erzählen sie Geschichten von Menschen, die in dieser Welt drohen zu scheitern: „Wer an diese Welt nicht mehr glaubt, muss sich andere Sterne suchen.“</p>
<p>Fazit: Der neue Abend der „Nachtschwärmer“ ist ein Abend mit kulinarischen und musikalischen Genüssen, mit einem Drei-Gänge-Menü vom Smutje der MS „Marco Polo“ und einem heiteren, aber auch besinnlichen Theaterprogramm von den Nachtschwärmern. Ein Tipp für alle, die laue Spätsommerabende auf der Elbe genießen und dabei Theater erleben möchten.</p>]]></content:encoded>
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