Am 7. Mai spöttelt Lothar Bölck als Kanzleramtspförtner im MDR
Anfang April eröffnete er mit „Bölcks Brett’l“ eine neue Kleinkunstbühne in der Feuerwache Sudenburg, am 1. Mai veranstaltete er mit der „2. Lachpared“ eine große Kabarett-Gala im Maritim-Hotel und am 7. Mai startet er mit „Kanzleramt Pforte D“ eine neue kabarettistische Reihe im MDR-Fernsehen. Lothar Bölck ist derzeit viel beschäftigt. 
Vor fünf Monaten, im Dezember 2009, klingelte das Telefon bei Lothar Bölck. Am anderen Ende: Der MDR. Und die Frage, ob Bölck Lust habe, gemeinsam mit dem Sender eine neue Polit-Satire-Sendung zu entwickeln. „Natürlich hatte ich Lust“, erzählt Lothar Bölck. „Ich habe mir einen Tag Bedenkzeit ausgebeten und dann zugesagt. Allerdings unter der Bedingung, dass ich die Sendung gemeinsam mit meinem guten Freund und Kollegen Michael Frowin machen darf.“
Danach ging alles sehr schnell und unkompliziert und es entstand „Kanzleramt Pforte D“. Das Konzept: Der altgediente Pförtner (Lothar Bölck) und der jungdynamisch aufstrebende, persönliche Kanzlerfahrer (Michael Frowin) wissen Bescheid. Alles von Rang und Namen muss an ihnen vorbei – nicht einmal die Kanzlerin selbst benutzt den Haupteingang. Was sie sehen und erleben, bietet ihnen genug Reibungsfläche fĂĽr Reflektion und Gezänk. Wie sieht der normale Angestellte in der Politik die Politik selbst? Auch wenn es da fast nichts zu Lachen gibt, zum Lachen ist das alles schon, wenn die Gäste ihre ganz persönlichen Ansichten zum aktuellen Geschehen in die Pförtnerloge der Schaltzentrale der Macht tragen. Ob auch die Kanzlerin selbst am Pförtner vorbeikommt, das weiĂź allerdings niemand so genau.
Diese Gäste sind das zusätzliche Salz in der schon recht würzigen Suppe der Sendung. In Sendung eins am 7. Mai um 21 Uhr werden Reiner Kröhnert, Lisa Fitz und Marc-Uwe Kling an Pförtner Bölck vorbei müssen und dabei wird jeder auf seine ganz eigene Art und Weise aktuelle Themen und Konflikte satirisch beleuchten. Was sie im Kanzleramt eigentlich wollen? „Ganz einfach: Es ist Tag der offenen Tür bei Frau Merkel“, verrät Lothar Bölck. Jede der vier Sendungen, die pro Jahr laufen werden, verschreibt sich einem übergeordneten Thema. Nach den offenen Türen in der 1. Ausgabe werden dies im folgenden das Public Viewing zur Fußball-WM, die Lange Nacht der Berliner Museen und zum Jahresende natürlich das Weihnachtsfest mit der Kanzlerin sein.
„Kanzleramt Pforte D“ wird immer live aus dem Neuen Theater in Halle gesendet. Einzige Ausnahme ist die Auftaktsendung, die wurde bereits am 30. April aufgezeichnet. Ich war live dabei. Verraten wird jedoch noch nichts, nur soviel: Ich habe mich bestens amĂĽsiert, genau wie die vielen anderen (davon ĂĽberraschend viele junge) Zuschauer im voll besetzten “nt”. FĂĽnf Kabarettisten mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und ebenso unterschiedlichen Arten von Humor, da hat das Zuschauen schon SpaĂź gemacht. FĂĽr alle, die nicht dabei waren: 7. Mai, 21 Uhr, MDR Fernsehen.