Premiere in der ZwickmĂĽhle: “Ein Platz an der Tonne”
„Ein Platz an der Tonne – Eine BRD-Lotterei“. So lautet der Titel des neuesten Programms der Magdeburger ZwickmĂĽhle, das am vergangenen Dienstag seine Premiere erlebte. BĂĽhnenbild und Ausstattung gingen auf den Programmtitel ein: Eine MĂĽlltonne mit Smiley „zierte“ während des gesamten Programms die BĂĽhne und verschiedene „Lose“ (Macht-Los, Skrupel-Los, Takt-Los,…) wurden auf der BĂĽhnenrĂĽckwand aus einem FĂĽllhorn ausgeschĂĽttet. Auch das Eingangslied „Und immer wieder geht die Tonne auf“ zeigte den Zusammenhang zum Titel.
Doch im weiteren Verlauf des Programms kam der Titelbezug der einzelnen Programmteile zunehmend abhanden. Da trifft das Publikum eine arbeitslose Hellseherin (Marion Bach) und den bereits aus vorigene Programmen bekannten August Sozikowski (Hans-Günther Pölitz), eine betrunkene Europa (Marion Bach) und sogar die Olsenbande. Hierbei hatte Marion Bach als Yvonne einen schauspielerisch starken und sehr gut gtroffenen Auftritt. Ebenso überzeugte sie als Polizistin Irene Schlagfit, die in einem Seniorenheim den Rentnern Willi und Rudi das richtige Verhalten gegenüber motzenden Jugendlichen begreiflich zu machen versucht. Dieser Programmteil ist eindeutig der stärkste Abschnitt des Abends.
Ansonsten werden altbekannte Themen abgehandelt: Hartz IV, nicht eingehaltene Politikerversprechen, Wirtschaftskrise. Und auch die Thematik „War die DDR ein Unrechtsstaat“ wird aufgegriffen, wobei dem Großteil der Zuschauer ob der auf der Bühne vorgebrachten Klischeeargumentationen das Lachen im Halse stecken blieb.
Karina Kunze/Fotos: Lars FrohmĂĽller



